
Heute

Früher
Monomaterial ist King!
Wir haben uns neu eingekleidet
Seit 1998 rösten wir Kaffee. Und seit einigen Jahren tüfteln wir an der Frage rum: Wie verpacken wir unseren Kaffee möglichst umweltfreundlich?
Aluminium war für uns eigentlich nie ein Thema – auch wenn wir zu Beginn Beutel hatten, die Aluminum enthielten – die Herstellung frisst so viel Energie, das kam für uns eigentlich nicht infrage. Also haben wir vor einigen Jahren auf einen Beutel gewechselt: aussen Papier, innen eine hauchdünne Kunststoffschicht. Fühlte sich gut an, sah schön aus, war für den Kaffee Perfekt - und hatte kein Alu drin. Für uns damals die logische Wahl.
Nur: Die Recycling-Welt schläft nicht.
Was wir mit der Zeit gemerkt haben – und ehrlich gesagt nicht sofort auf dem Schirm hatten: Genau diese Papier-Kunststoff-Kombi, die sich so angenehm anfühlt, ist ein Albtraum fürs Recycling. Die beiden Materialien kleben quasi untrennbar aneinander. Kein Alu mehr drin, klar, aber am Ende landete der Beutel trotzdem oft im normalen Müll statt im Kreislauf. Nicht ganz das, was wir wollten.
Als unsere alten Beutel langsam zur Neige gingen, war für uns klar: Diesmal machen wir's richtig. Wir wollten ein Material, das unseren Kaffee genauso gut schützt – aber sich auch wirklich rezyklieren lässt, nicht nur in der Theorie.
Die Lösung: PP-Folie
Gelandet sind wir bei Polypropylen, kurz PP. Der Clou: Es ist ein reines Monomaterial – also nicht ein Materialmix wie vorher, sondern durchgehend dasselbe Zeug. Und genau das macht den Unterschied beim Recycling!
- Ab in den Plastik-Sammelsack – ganz normal, kein Sonderfall
- Wenig Energie beim Aufbereiten – PP lässt sich unkompliziert wieder zu neuem Rohstoff machen
- Immer noch kein Alu – daran hat sich nichts geändert
War nicht der direkte Weg, aber der richtige
Alu weg, dann Papier/Kunststoff, jetzt PP – klingt vielleicht nach ständigem Herumprobieren. Ist es irgendwie auch. Wir sind halt ein bisschen so, denn genau das gehört für uns dazu: Wenn wir merken, dass es was Besseres gibt, wechseln wir. Auch wenn's bedeutet, dass wir unsere eigene "gute Lösung" von vor ein paar Jahren nochmals überdenken. Wir finden, das ist es wert – für euren Kaffee und für die Umwelt.

Es ist alles so schön bunt hier
Neues Design, alte Farben
Apropos: Auch aussen gibt's was Neues
Mit dem neuen Beutelmaterial kommt auch ein neues Format – und damit musste zwangsläufig auch unsere Etikette neu gedacht werden. Für unsere Grafikerin Anna Grund genug, gleich das ganze bewährte Label-Konzept über den Haufen zu werfen und nochmals von vorne zu beginnen.
Nach etlichen verworfenen Entwürfen wurde dabei schnell klar: Viele Meinungen im Raum können ziemlich anstrengend sein – führen aber in der Regel auch zu einem Konsens, der trägt. Das Ergebnis siehst du jetzt auf jedem neuen Beutel.

Und der Inhalt?
Hier bleibt alles so, wie es ist!
Bei allem Verpackungs- und Etiketten-Trubel gibt's eine Sache, die fix bleibt: Drin ist und bleibt derselbe Kaffee, den ihr kennt und mögt. Gleiche Röstung, gleiche Sorgfalt, gleiche Bohnen aus fairem Handel – daran rütteln wir nicht. Neues Aussen, bewährtes Innen, sozusagen.
Also: Tasse bereitstellen, neuen Beutel öffnen und geniessen wie eh und je. Frisch geröstet, mit Liebe, hier in Bern.
